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Für einen starken Informatikstandort Schweiz

Erklärung zum Jahr der Informatik 2008 in der Schweiz

Informatik ist heute und in absehbarer Zukunft die Schlüsseltechnologie für den Wirtschafts- und Wissensstandort Schweiz. Innovation bei betriebswirtschaftlichen und technischen Prozessen setzt Informatik voraus; Wissenschaft, Bildung und Kultur stützen sich darauf in vielfältigsten Formen. Praktisch alle gesellschaftlichen Bereiche nutzen zunehmend digitale Informationen und sind somit auf funktionierende Informations- und Kommunikationstechnologien angewiesen. Die Informatik ist als Wissenschaft und Technologie gleichermassen Infrastruktur und Motor der Informationsgesellschaft geworden.

Die Schweiz ist bei Entwicklung und Anwendung der Informations- und Kommunikationstechnologien bisher sehr erfolgreich gewesen und belegt in diesem Bereich seit Jahrzehnten international einen Spitzenplatz. In der Industrie (Maschinenbau, Chemie usw.) und im Dienstleistungsbereich (Banken, Versicherungen, Handel, Transport, Verwaltung usw.) spielt die Informatik eine Schlüsselrolle. Die Schweizer Bildungs- und Forschungsinstitutionen geniessen auch in der Informatik weltweit einen hervorragenden Ruf. Mehrere global führende Informatikunternehmen betreiben in der Schweiz Forschungs- und Entwicklungszentren oder sind daran, solche Einheiten aufzubauen. Die Schweiz ist ein starkes Informatikland.

Auch eine starke Position braucht aber Pflege und Weiterentwicklung. Bezüglich Informatik zeichnen sich heute in der Schweiz zwei Schwachstellen ab. Unsere allgemeinbildenden Schulen, namentlich auch die Gymnasien, vermitteln zwar Anwenderkenntnisse in Informatik, nicht aber Grundlagen der Informatik als Wissenschaft. Und bei den Informatikfachleuten ist der Nachwuchs gefährdet; nach einer guten Entwicklung gingen die Lehrlingszahlen nach 2001 in der beruflichen Grundbildung deutlich zurück , besonders bei den Frauen, und an den Hochschulen sind die Studienanfängerzahlen gar dramatisch eingebrochen. Qualität und Quantität des Nachwuchses an Informatikfachleuten sind für die Zukunft des Informatikstandortes Schweiz aber eine Schicksalsfrage, gerade auch vor dem Hintergrund von Offshoring und Outsourcing. Deshalb das Jahr der Informatik 2008 – die informatica08. Das Patronat, die Trägerorganisationen sowie die Sponsoren der informatica08 wollen die starke Position der Schweizer Informatik auch für eine mittel- bis längerfristige Zukunft sichern. Wir haben uns zu dieser gemeinsamen Initiative zusammengeschlossen, um die zentrale Bedeutung der Informatik für die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft der Öffentlichkeit besser bewusst zu machen, und insbesondere, um das Interesse der Jugendlichen für die Informatik als spannende Wissenschaft und langfristig attraktives Berufsfeld zu wecken. Unsere Kampagne richtet sich an die gesamte Schweizer Bevölkerung. Mit speziellen Projekten fördern wir die Informatik-Grundbildung in den allgemeinbildenden Schulen, die Gewinnung von gutem Nachwuchs für Informatikstudium und Informatikberufslehre, sowie das Interesse an der Informatik-Forschung in der Schweiz. Ein besonderes Anliegen ist uns die Förderung der Mädchen und Frauen in der Informatik. Zudem setzen wir uns für den barrierefreien Zugang zu Informatikmitteln für alle ein.

Wir laden die Schweizer Bevölkerung dazu ein, mit uns zusammen die Informatik als faszinierende Wissens-, Erlebnis- und Berufswelt zu entdecken.

Die Erklärung können Sie hier herunterladen:

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