
29. February 2008 / Foto by Zurich Schweiz
Die Kombination aus Technik und Betriebswirtschaftslehre lockte Frau Seeburger in die Informatik. Nach einem Wirtschaftsinformatikstudium an der Technischen Universität Wien, zügelte sie in die Schweiz und leitet zur Zeit ein Team des Operations Management der Zurich Schweiz.
Ich habe mich für das Studium der Wirtschaftsinformatik entschieden, da mich die Kombination von Technik und Betriebswirtschaftlehre faszinierte. Ich hatte keine spezielle Informatikvorkenntnisse, aber immer Spass am Lösen logischer Aufgaben. Das Studium kommt sicher all jenen entgegen, die gerne an verschiedenen Sachen parallel arbeiten. Nach dem Studium in Wien zog es mich in die Schweiz. Im Rahmen eines 18-monatigen Trainee-Programms für Hochschulabsolventen konnte ich die Kernbereiche einer der weltweit grössten Outsourcing-Firmen kennen lernen. Das war extrem hilfreich um Betriebsprozesse besser zu verstehen, aber auch um ein persönliches Netzwerk in der Schweiz aufzubauen.
Mein Team kümmert sicht hauptsächlich um operative Belange wie z.B. die Erstellung von Arbeitsanweisungen für den Helpdesk oder die Analyse von häufigen Problemfällen. Allerdings übernehmen wir bei der Einführung von neuen IT Services auch eine beratende und steuernde Funktion. Da wir uns in einer sehr komplexen Umgebung mit vielen verschiedenen Lieferanten befinden, sind die notwendigen Schritte für den Projektleiter nicht immer offensichtlich. Wir zeigen auf, wo Vertrags- oder Prozessanpassungen nötig sind und überprüfen deren Umsetzung.
Das Spannende an dieser Arbeit ist, dass ich viele verschiedene Projekte begleite und somit auch einen guten Überblick habe, was gerade so läuft oder geplant ist.
Einen typischen Arbeitstag gibt es eigentlich nicht. Vielmehr ist der Alltag durch operative Hektik geprägt, in der es wichtig ist den Überblick zu behalten und Prioritäten setzen zu können.
Mein Team hat eine Vermittler-Funktion zwischen IT und den verschiedenen Business-Units von Zurich Schweiz. Ein Bestandteil unserer Arbeit ist die Erstellung von IT-Service-Vereinbarungen mit den Business Units und Service-Reports für das Management. Weiter führen wir monatlich Umfragen zur Ermittlung der internen Kundenzufriedenheit durch und sind die letzte Eskalationsstelle für IT Probleme. Diese Aktivitäten ermöglichen die Erkennung von Schwachstellen, sodass wir Massnahmen zur Verbesserung des Service definieren und platzieren können.
Als ich vor gut drei Jahren bei Zurich Schweiz begonnen habe, befand sich mein Team gerade im Aufbau. Dadurch konnte ich zusammen mit meinem Team viele Bereiche selbst gestalten und aufbauen. Auch heute noch befinden wir uns in stetem Wandel und übernehmen immer wieder neue Aufgabenbereiche. Das erfordert Flexibilität von allen Teammitgliedern, bietet aber auch die Möglichkeit, selbst etwas bewegen zu können. Ich könnte mir nicht vorstellen, in einem Umfeld zu arbeiten, in dem dieser Handlungsspielraum nicht gegeben ist.
Das spannende an meinem Job ist, dass man täglich mit Personen aus den verschiedensten Bereichen zu tun hat. Wir haben nicht nur Kontakt zu den globalen IT Teams und den lokalen Lieferanten, sondern auch zum Management und den Usern der Business Units von Zurich Schweiz.
Innerhalb der IT Schweiz pflegen wir eine sehr offene und direkte Kommunikation. Innerhalb meines Teams schätze ich vor allem die tolle Zusammenarbeit und dass ich mich auf jeden hundertprozentig verlassen kann. Auch der Humor kommt bei uns nicht zu kurz.
Daten und Informationen bzw. deren Verarbeitung und Sicherung sind die Basis fast jedes Geschäftsbereichs. Die Bedeutung der Informatik wird weiter zunehmen. Durch die teilweise Verschmelzung mit dem Business werden die Entwicklungsmöglichkeiten noch vielseitiger. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, braucht es in der Informatik die verschiedensten Kenntnisse und Fähigkeiten. Man muss daher kein Technikfreak sein, um sich in diesem dynamischen, schnell wandelnden Umfeld wohl zu fühlen.
Durch den Reitsport habe ich die Schweiz ursprünglich kennen gelernt. Während den Sommerferien trainierte ich jeweils bei Thomas Fuchs und nach der Matura habe ich hier ein Jahr als Bereiterin gearbeitet. In der Zwischenzeit habe ich aber aufs Velo umgesattelt, laufe abends durch die Wälder und gehe über Mittag Schwimmen. Beim Sport kann ich einfach am besten abschalten und oft kommen mir dabei die besten Ideen.