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Bianca Heule:

Der Computer spielt in der Zukunft eine grosse Rolle

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29. February 2008 / Foto by Florian Kalotay

Bianca Heule ist im Alter von 13 Jahren die jüngste ihrer Schule, die den ECDL absolviert. Erst kürzlich hat sie die letzte der sieben Modulprüfungen erfolgreich bestanden.

Im dritten Schuljahr bietet die Oberstufenschulgemeinde Mittelrheintal (OMR) im Kanton St. Gallen ihren 469 Schülerinnen und Schülern als erste Oberstufenschule das Freifach Informatik an. Im Unterricht werden die Grundlagen zu den sieben ECDL (European Computer Driving Licence) Modulprüfungen vermittelt. Die OMR ist somit Vorreiterin einer sich zurzeit abzeichnenden Entwicklung: Der ECDL verlagert sich von der Sekundarstufe II (Gymnasien, Berufs-, Gewerbe- und Kaufmännische Schulen) in die Pflichtschulen.

Bianca hat bereits in der zweiten Klasse als jüngste Schülerin das Modul ‚5 ‚Datenbank‘ erfolgreich abgelegt. Auf die Frage, was dies für sie bedeute, antwortet sie bescheiden: «Es freut mich, dass ich die jüngste ‚ECDL Datenbank‘ Absolventin bin, aber es ist mir nicht ganz so wichtig, die Jüngste zu sein. Es hat bewirkt, dass ich eifriger für die letzte ECDL Modulprüfung geübt habe.»

Trotz Unterricht kommen die Schüler nicht drum herum sich Zuhause die Inhalte selber anzueignen, um sich für die Prüfungen vorzubereiten. Bianca hat solange mit e-Learning und ECDL-Diagnosetests (eine Vorprüfung, die persönliche Wissenslücken aufzeigt) geübt, bis sie 98-100% der Aufgaben richtig lösen konnte. Im Grunde waren ihre Computerkenntnisse vor dem Freifach Informatik gemäss ihrer eigenen Einschätzung dürftig. Sie wusste nicht, wie man den Computer richtig benutzt. Heute arbeitet sie viel und auch gerne mit dem Computer. Meist für die Schule, zum Chatten oder zum Spielen.

Nicht alle vermag der Informatikunterricht zu begeistern. Bianca ist sich jedoch bewusst, dass die Informatik an der Schule wichtig ist: «Je älter man wird, desto mühsamer muss man sich die Inhalte erlernen.»

Auf ihre Berufswünsche angesprochen nennt Bianca die Hotel- und Tourismusbranche. Sie könnte sich allerdings auch eine Weiterbildung in der Informatik oder eine Schnupperwoche in einem Informatikberuf vorstellen. Jedenfalls ständen ihr in der Informatik einige Türen offen. Doch Bianca kann sich unter dem Berufsbild nur wenig vorstellen: «Ich denke, dass Informatiker viel am Computer sitzen müssen und fast immer das gleiche machen.» Ein wenig Abwechslung ist ihr lieber. Deshalb gefiel ihr auch der Unterricht zur Vorbereitung auf die ECDL-Prüfungen, wo verschiedenste Themen rund um den Computer behandelt wurden.

Auf die Frage, weshalb sie das Freifach Informatik gewählt hat, antwortet Bianca überzeugt, «Ich denke, dass der Computer in Zukunft eine grosse Rolle spielen wird.» Momentan spart sie ihr Geld für einen eigenen Laptop.

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