
29. October 2008 / Foto by Florian Kalotay
Frauen in der IT Branche zu finden, ist wie die Stecknadel im Heuhaufen zu suchen. Immer weniger junge Frauen scheinen den Schritt zu wagen und beginnen eine Ausbildung als Informatikerin. Um diesem Trend entgegen zu wirken, engagiert sich die Julius Bär Bank während der informatica08 für die Förderung junger Frauen.
Frauen sollten in der Informatik längerfristig nicht mehr untervertreten sein. Dieses Ziel hat sich die Julius Bär Bank gesetzt und widmet sich während der informatica08 den Mädchen. Farah und Michelle kamen in den Genuss dieses Engagements und besitzen nun seit den Herbstferien eine eigene Website. Diese zu erstellen und zu programmieren, lernten sie im Webkurs «Girls go for IT». Für das erste Mal tauschten die Mädchen die Rollen und waren nicht mehr nur Konsumenten von Websites. Sondern lernten ihre eigene Website auf die Beine zu stellen, die sie nun selbst verwalten können. Bei Farah ist der Funken bereits rübergesprungen. Vor dem Kurs hat sie sich nicht für die Informatik interessiert, nun nach einer Woche Webkurs, kann sie es sich sehr gut vorstellen, später einmal in der Informatik zu arbeiten. Auch für Michelle war der Aspekt, dass man selber gestalten lernte, sehr interessant. «Ich kannte das Internet nur via Netlog oder MSN und nun habe ich meine eigene Website, die ich selbst gestalten kann.»
Laura Capone und Denise Rigoni, die Betreuer des Webkurses, sind stolz auf die Ergebnisse des Kurses und können es sich gut vorstellen, diesen Kurs in den nächsten Jahren weiter zu führen. Die Mädchen seien sehr interessiert und engagiert gewesen. Mit dem Webkurs nahmen die beiden Betreuerinnen den Mädchen die Angst vor der Informatik. Sie gaben ihnen einen ersten Einblick ins Programmieren und erklärten ihnen, wie ein HTML Code aufgebaut ist. «Die Mädchen sollen von sich aus weiter an ihren Websiten arbeiten und neue Dinge ausprobieren. Die Angst etwas falsch machen zu können, haben wir ihnen genommen.» Das zumindest hoffen die beiden Betreuerinnen, aber Spass hatten die Mädchen alle weil oder mit den Worten von Farah: «So kompliziert ist es ja doch nicht.»