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SOI:

Schweizer Delegation an der Baltischen Olympiade

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05. May 2008 / Photo by Soi.ch

Die Schweizer Delegation der Informatikolympiade war an der Baltischen Olympiade sehr erfolgreich. Für die informatica08 verfassten die Teilnehmer einen kleinen Erlebnisbericht.

Eine Schweizer Delegation, bestehend aus vier Teilnehmern und zwei Leitern vertrat die Schweiz als Gastland an der Baltischen Informatikolympiade in Gdynia, Poland. Im Rahmen des Trainingslagers in Davos hatten sich die folgenden vier Programmierer qualifiziert: Vladimir Serbinenko, Johannes Josi, Adrian Roos und Isaac Deutsch.

Donnerstag, 17. April

Schon früh trafen wir uns am Flughafen Zürich (10 Uhr). Mit den LOT Polish Airlines reisten wir via Warschau nach Danzig. Als Empfangskomitee warteten unsere beiden Guides, Anna und Agnieyka, zusammen mit dem gesamten Team aus Norwegen. Die Teilnehmer aus dem skandinavischen Land werden diese Baltischen Informatikolympiade (BOI) mit uns verbringen. Ihre Namen in alphabetischer Reihenfolge: Bjørn. Nach einem kurzen Spaziergang am Meer - für jeden Schweizer ein Muss, auch wenn’s regnet - verpflegten wir uns in der lokalen Schulmensa. Uns wurde eine lokale Spezialität serviert: Im grossen und Ganzen eigentlich Pizza, aber mit richtig viel Zwiebeln. Anschliessend liessen wir den Abend mit ein paar Runden Texas Hold'em im Hotel ausklingen.

Freitag, 18. April

Wir starteten fulminant in den Tag mit einem vorzüglichen Frühstücksbuffet im Hotel. Die Eröffnungsfeier, an der sich jedes Team kurz vorstellen durfte, fand im Technologie-Zentrum statt. Die Aufgabe «Mafia» der darauf folgenden Practice-Session stellte sich als eigentliche Knacknuss heraus - die Teilnehmer hatten sich das verspätete Mittagessen im «Eureka» Restaurant des Tech-Centers redlich verdient.

Am Nachmittag wurde ein sogenannter «Integrations Event» organisiert, an dem sich die Teilnehmer in zwei separaten Gruppen besser kennen lernen durften. Dazu wurden Brücken aus Zeitungen gebaut und Details über die Hobbys ausgetauscht. In der Zwischenzeit berieten die Leader über die Aufgaben für den Wettbewerb am folgenden Tag. Zusammengefasst ein gefüllter Abend, der nur noch vom nächtlichen Jumbo-Burger in der Innenstadt von Gdynia übertroffen wurde.

Samstag, 19. April

Am ersten Wettbewerbstag wurden die Teilnehmer ins kalte Wasser geworfen: Die ausgesprochen schwierigen polnischen Aufgaben bereiteten allen Kopfzerbrechen, aber auch den meisten unserer internationalen Freunde erging es nicht anders. Umso grösser ist nun die Motivation für den zweiten Contest am kommendne Montag.

Am Nachmittag organisierten unsere Guides eine Blitzvisite nach Sopot, einer weiteren Stadt in der Nähe von Gdynia, wo wir das Warme Wetter am Strand genossen. Am Abend stand die «My Country» Party auf dem Programm, an der sich jedes Land mit einer kurzen Performance vorstellen durfte. Wir präsentierten «Dert änet am bärgli» und ein Norwegisches Lied über Schafswolle, dass wir kurz zuvor von Bjørn gelernt hatten. Nebenbei bestachen wir auch bei Deutschlands Quiz mit einer perfekten Punktezahl. Der Dancefloor wurde trotz des grossen Motivationseinsatzes der Guides nur spärlich besucht. Der Rest vergnügte sich mit Tischspielen und forderte sich gegenseitig mit logischen Rätseln heraus.

Sonntag, 20. April

Mit Bussen fuhren wir heute auf eine Exkursion in einen Nationalpark in der Nähe von Danzig. Die Bewohner des angeblich traumhaften Vogelrefugiums waren allerdings noch nicht aus den Winterferien zurückgekehrt. Also begnügten wir uns mit einem längeren Spaziergang am sandigen Strand und eröffneten die Glacé-Saison in der Strandbar vor Ort.

Natürlich durfte auch ein Sightseeing durch Danzig nicht fehlen. Gleich nach dem Mittagessen wurden wir von einem Tourguide über die wichtigsten geschichtlichen Eckdaten informiert, ehe wir uns diskret aus der Stadtführung ausklinkten, um uns den Nachmittag mit einem Spaziergang an der Uferpromenade und Chillen im Park zu versüssen.

Am Abend überrannten wir die Turnhalle der Highschool von Gdynia und forderten sowohl das polnische wie auch das deutsche Team zu einem Volleyball Match. Hervorragender Teamgeist und einige bemerkenswerte, kuriose Spielzüge führten zu glorreichen Siegen und liessen für den darauffolgenden Wettkampf nur das Beste erhoffen.

Montag, 21. April

Unsere hohen Erwartungen an den heutigen Contest wurden nicht enttäuscht: Das Team zeigte eine solide Leistung mit Ausnahme von Vladimir, der mit unglaublichen 250 von 300 Punkten fast alle anderen ausstach und sich im Ranking weit nach oben katapultierte. Obwohl die genaue Rangverkündung erst bei der Abschlussfeier bekannt gegeben wurde, liessen wir uns eine gebührende Würdigung nicht nehmen: Sei es beim Abendessen für die Leader in einem traditionellen Restaurant in Sopot und auf der Bowlingbahn von Gdynie mit allen anderen Teilnehmern.

Dienstag, 22. April

Am Morgen des letzten Tages wurde ein Lego Mindstorms Wettbewerb im Tech Center von Gdynia veranstaltet. Eine Schweizer Delegation war auch mit von der Partie, zusammen mit Vertretern aus Polen, Littauen und natürlich Norwegen. Die Aufgabe bestand darin einen Roboter zu bauen, der fünf Ping Pong Bälle aus einer Höhle holen und an den Startplatz zurückzubringen konnte. Obschon unser Roboter in Sachen Spektakel und Kuriosität mit den meisten Gegnern nicht mithalten konnte, bestach er mit der Maximalpunktzahl und spielte sogar seine eigene Siegeshymne nach erfüllen der Aufgabe.

Medallien für das Schweizer Team

Nicht nur in Quiz, Volleyball und Lego Robotics waren die Schweizer erfolgreich - Auch Edemetall brachten sie von der baltischen See nach Hause:

  • Vladimir Serbinenko wurde mit einer Silber Medaille ausgezeichnet für seinen überragenden sechsten Platz

  • Adrian Roos gewann eine Bronze Medaille bei seiner allerersten Teilnahme auf internationalem Parkett.

Die ganze Rangliste ist auf der BOI Webseite unter «results» zu finden.

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