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Stiftung «Zugang für alle»:

Eine Stiftung kämpft gegen Barrieren

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25. January 2008 / Das Team der Stiftung «Zugang für alle»

Die Stiftung «Zugang für alle» kämpft seit sieben Jahren für ein barrierefreies Internet. Sie versucht die Öffentlichkeit darauf zu sensibilisieren, dass behinderte Menschen das Internet sehr oft nutzen.

Nach Angabe des Bundesamtes für Statistik benutzte beinahe 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung in den letzten sechs Monaten das Internet mindestens einmal. Der Computer vergegenwärtigt sich immer mehr in den einfachsten Gegenständen. Für die meisten Menschen vereinfachen Computer und die Digitalisierung das Leben. Doch für Menschen mit Behinderungen entstehen durch diese Vereinfachungen Barrieren – Technologien schaffen Schranken, die für eine Mehrheit der Gesellschaft nicht sichtbar sind. Für Menschen mit Sehbehinderungen ist zum Beispiel die Bedienung eines Haushaltgerätes mit LED-Bildschirm ein Hindernis, das nur schwer zu überwinden ist.

Damit sich die Bevölkerung für diese Problematik sensibilisiert, rief der blinde Informatiker Arnold Schneider vor sieben Jahren die Stiftung «Zugang für alle» ins Leben. In einem Gespräch erläuterte die Geschäftsleiterin der Stiftung Edith Pausewang die Wichtigkeit des Internets für Behinderte: «Sie benutzen das Internet sehr oft. Für behinderte Menschen ist es das einfachste Tor zur Aussenwelt. Es ist wichtig, dass der Bevölkerung dies bewusst wird.» Für behinderte Menschen ist es oft einfacher, im Internet nach Informationen zu suchen und mit nicht behinderten Menschen in Kontakt zu treten. Verschiedene spezielle Hard- und Softwareentwicklungen vereinfachen für Menschen mit Behinderungen die Benutzung des Internets. Durch Bildschirmlese- und Bildschirmvergrösserungsprogramme können Sehbehinderte Menschen Websites abrufen. Der Screenreader liest zum Beispiel den Inhalt von Websites vor. Die Braillezeile ist eine Tastatur, die auf der Blindenschrift basiert und mit der blinde Menschen eine Website abrufen können.

Das Problem besteht einfach darin, dass nur eine Minderheit der Websites für Behinderte zugänglich ist. Sie können nur Websites besuchen, die barrierefrei sind. Also solche die so präpariert sind, dass die Hilfsmittel einsetzbar sind. Die Stiftung «Zugang für alle» macht sich dafür stark, dass aus der Minderheit eine Mehrheit wird, dass Barrieren abgebaut werden. Sie vermittelt zwischen den Menschen mit Behinderung und den Anbietern aus dem öffentlichen und privaten Sektor. Der Schwerpunkt der Arbeit besteht in der Zertifizierung von Websites, Beratung von Unternehmen und öffentlichen Anbietern und Ausbildungen von behinderten Menschen. Sie ist die einzige Stiftung in diesem Bereich in der Schweiz. Die Nachfrage nahm in letzter Zeit zu, nur sind die Ressourcen der Stiftung zu klein, um dem Bedarf nachzukommen. Leider könne die Stiftung nicht in sieben Meilenstiefeln voranschreiten, bedauert Frau Pausewang dem Bedürfnis nicht nachzukommen. Es ist aber ein gutes Zeichen das die Nachfrage stark zunimmt und das Thema auf der öffentlichen und privaten Seite verstärkt wahrgenommen wird.

Am 28. November wurde die Stiftung mit dem «Ritter der Kommunikation» ausgezeichnet. Die vom BAKOM lancierte Preisverleihung belohnt damit die Stiftung für ihre Aktivitäten zur Förderung einer behindertengerechten Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien.

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